Thorichthys ellioti soll eine kleine Zucht-Kolonie werden

  • Hallo,


    das Aquarium wird nun doch etwas mehr Höhe bekommen, so dass dies die Maße des geplanten Aquariums sind:

    L x B x H : 150 x 120 x 65 cm.


    Die Gesellschaft für eine Kolonie Thorichthys maculipinnis (ellioti) F1 soll sein:

    + meine Zuchtgruppe Hoplosternum thoracatum, 5 Welse,

    + mein Restfutter-Vertilger Glyptoperichthys gibbiceps, 1 Wels,

    + 1 Schwarm Moenkhausia pittieri, 15 Brillantsalmlern,

    + 1 Schwarm Hyphessobrycon flammeus, 25 Rote van Rio.


    Die Salmler erhöhen die Aufmerksamkeit der Thorichthys maculipinnis, so dass:

    + zum einen die Reviere beim Laichen in der Ausdehnung klein gehalten werden,

    + zum anderen das Kolonie-Verhalten gezeigt wird.


    Es ist keine Zucht geplant im eigentlichen Sinn. Die Jungfische, welche durchkommen, sind robust und werden erst ab einer Größe von mindestens vier Zentimetern in gute Hände weitergegeben.


    Es hat sich für mich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Thorichthys maculipinnis das Kolonie-Verhalten nur dann zeigen, wenn die Fische dies auch als Jungfische erfahren.

    Daher achte ich besonders darauf, aus welcher Zucht die zukünftigen Thorichthys maculipinnis kommen.


    Gruß

    Dieter







  • Hallo,


    im Gegensatz zu vielen anderen Buntbarschen vom amerikanischen Kontinent, lassen bereits die Jungfische von Thorichthys maculipinnis (ellioti) ihre spätere Farbenpracht erkennen.


    Die Farben von Thorichthys maculipinnis stehen der Wirkung der Korallenfische um nichts nach.


    Gruß

    Dieter



  • Hallo Dieter


    Vielen Dank für den spannenden Bericht und die tollen Bilder. :):thumbup:


    Als eher stiller Mitleser im Forum verfolge ich sehr gerne diesen Thread. Einige der Arten aus Deinem Besatz schwimmen ja auch in meinem Becken (Hoplosterum thoracatum sowie thorichthys maculipinnis sowie eben auch eine hyphessobrycon-Art). ;)


    Die Hoplosternum thoracatum nehme ich auch sehr als "Restfutter-Vertilger" wahr. Diese Welse fressen an der Wasseroberfläche, am Grund, auf Gegenständen, etc. (schlicht überall ;)) und scheinen unersättlich.

    Eine Vermehrung dieser Art ist bei mir noch nie geglückt, obschon die Tiere fleissig und regelmässig Schaumnester bilden (unten an den Glasquerstreben des Aquariums. Der Pegelstand des Wassers variiert aber jeweils etwas, was vielleicht der Grund ist, dass diese noch keinen Laich durchgebracht haben. Ein anderen Grund könnte sein dass meine 5 Tiere gleichen Geschlechts sind (kann das Geschlecht selbst nicht bestimmen). Vielleicht wäre eine schwimmende Styroporplatte oder ähnliches hilfreicher für die "Nachwuchsförderung".


    Was mich erstaunt ist, dass Du einen Glyptoperichthys gibbiceps eingeplant hast. Diese Tiere wachsen ja doch zu ziemlichen Wummern heran... Reichen da Deine Beckendimensionen und/oder hast Du bezüglich der Einrichtung im Bezug auf diesen Fisch etwas spezielles angedacht (spezielle Höhle, grosses Versteck, etc.)? Wie ich gelesen habe, soll dieser Fisch ja eher ruhig sein, dies würde auch bezüglich dem möglichen Auslauf helfen, so dass dieser nicht riesig ausfallen muss?

    Eine Frage hierzu noch bezüglich der Fütterung. Wenn der Fisch richtig gross geworden ist (+50cm). Würden ihm da noch die Futterreste reichen oder bräuchte das Tier dann nicht grössere Happen? Das Futter für Deinen Restbesatz sind ja eher kleinere Portionshappen?


    Die Idee mit den zwei Schwärmen (Moenkhausia pittieri, Hyphessobrycon flammeus) finde ich toll!:) Das gibt sicher eine tolle Dynamik im Becken und wird sicherlich sehr spannend zu beobachten sein.


    Deine Bemerkung, dass die Anwesenheit von Salmlerschwärmen das Verhalten der Thorichthys maculipinnis zum positiven beeinflusst, kann ich definitiv bestätigen! Ich beobachte auch, dass der innerartliche Stress unter den thorichthys maculipinnis wesentlich geringer ist, da eben auch noch andere Fische vorhanden sind. Dies auch wenn doch die Artgenossen als grösste "Störfische" am meistens aus dem "Gelegeterritorium" verscheucht werden und auch mal durch ein ganzes Becken gejagt werden können (passiert gegenüber den Salmlern eigentlich nicht). ;)


    Nachwuchs gab es bei mir bei den Thorichthys maculipinnis auch sehr oft. Habe deshalb mittlerweile eigentlich zu viele Individuen in meinem Becken. Es wird Zeit einige Tiere ein zu fangen und in gute Hände weiterzugeben. Auch wenn eine Einfangaktion bei mir noch schwierig werden könnte. Ein geschicktes "Fängerhändchen" ist gefragt. :)


    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem spannenden Projekt und freue mich sehr, weiter von Dir zu lesen.


    Liebe Grüsse und an dieser Stelle noch ein gutes neues Jahr!:):):):):):)


    Jan

  • Hallo Jan,



    DANKE für deinen sehr ausführlichen Beitrag; SUPER !! :thumbup:



    Der Glyptoperichthys gibbiceps, welcher eingeplant ist im Aquarium Kolonie Thorichthys maculipinnis (ellioti), ist bereits seit vielen Jahren bei mir und ist nach dem Erreichen der Größe von 27cm in den letzten zwei Jahren nicht weiter gewachsen. Glyptoperichthys gibbiceps ist sehr träge und bei der Grundfläche von 150cm x 120cm eine prima Ergänzung zu den 5 Hoplosternum thoracatum.


    Ja, die Größenangaben von 50cm für Glyptoperichthys gibbiceps sind Wildfängen entnommen; es ist nur selten erwähnt, dass diese Größenangabe nicht für alle adulten Glyptoperichthys gibbiceps in der Natur bestätigt ist.


    Sicherlich ist die Fütterung auch ausschlaggebend.

    Aus der Zeit des Booms der Diskus im Aquarium war ein Restfuttervertilger beigesetzt, der möglichst schnell die Futterreste "Rinderherz" vertilgt, damit das Wasser für die Diskus nicht belastet wird; das war oft Glyptoperichthys gibbiceps.

    Diese sprichwörtlich gemästeten Glyptoperichthys gibbiceps haben tatsächlich 40+ cm erreicht.



    Meine Zuchtgruppe Hoplosternum thoracatum, 5 Welse, welche mit einziehen wird in dem Aquarium, hatte ich in der Zucht im Artbecken gepflegt.

    Die Männchen der Hoplosternum thoracatum erkennt man an den Brustflossen; der erste Dorn der Brustflosse ist erkennbar dicker und länger, farblich rot-orange.

    Das Laichen wird angeregt durch zugleich:

    + Wasserwechsel 70% langsam ohne große Wasserumwälzungen,

    + Wasserstandabsenkung,

    + Wassertemperatur auf 26°C einstellen.

    Das hat immer funktioniert.



    Gruß

    Dieter

  • Hallo,


    am Samstag vor dem 4.Advent bekomme ich meine drei Paare Thorichthys maculipinnis (ellioti) F1 :)


    Ich habe lange gewartet auf die Wildfangnachzuchten, jetzt ist es endlich soweit. :thumbup:


    Ich berichte hier noch zu der Standortvariante und das daraus resultierende Kolonie-Verhalten.


    Aufwachsen sollen die Jungfische, wie früher zuvor, in der Kolonie, damit das Verhalten weiterhin "gelernt" wird, nicht verloren geht wie in kommerziellen Zuchten.


    Gruß

    Dieter