Planung Malawiseebecken

  • Hallo,



    ich bin hier neu angemeldet da ich das kompetente und sachliche Miteinander hier sehr angenehm finde und da jetzt ein neues Aquarium ansteht wollte ich nicht mehr nur still lesen sondern mein Projekt vorstellen und hoffe auf gute Tipps bei Denkfehlern.



    Ich plane ein Mbuna Non Mbuna Mix, das wird vermutlich das Schwierigste daran.



    Zum Becken: Die Größe steht noch nicht ganz fest, meine Frau zaudert da noch etwas, vermutlich 370x50x70 (b,t,h) die Tiefe von 50 ist nicht toll, aber das absolute Maximum, 40 wäre vom Zimmer her sogar besser. Vielleicht wird es auch nur 60 oder 65 hoch, bin noch nicht entschieden.



    Die Filterung und Abdeckung werde ich selber bauen und meine Pläne hier vorher vorstellen.



    Der Besatz wird noch schwer, ich habe schon Mbunas und NonMbunas ein paar Jahre gepflegt, so dass ich eventuell an eine Mischung wagen werde, mich stören die grauen Weibchen der NonMbuna. Ich hätte aber auch gerne 1-2 Arten mit über 20cm im Becken und das wird schwer mit Mbunas.



    Ich werde hier immer mal wieder schreiben wenn es weitergeht.

  • Moin Tristan,


    Probleme sehe ich hier ganz klar in der Planung des Besatzes und auch Inder geringen Beckentiefe, aber das hast du ja auch selbst bereits erkannt.

    Beim Besatz ist ganz klar die Ernährung eines der größten Probleme... selbst solche Arten wie Labidochromis caeruleus die sich in der Natur AUCH von Insektenlarven und Kleinstlebewesen ernähren, werden wenn du die Nons vernünftig ernähren und in Form halten willst, erheblich größer als es gesund für sie ist.
    Mbunas sind ganz klar schneller beim fressen und werden viel zu viel Proteine aufnehmen, dadurch zu groß und das geht auf die Vitalität und auch auf die Lebenserwartung der Tiere.


    Die geringe Beckentiefe von nur 50cm schränkt dich bei den größeren Arten wiederum deutlich ein. Ich würde kein Tier, welches 20cm erreicht oder gar knackt in ein Becken mit nur 50cm Tiefe einsetzen. Da sollte man dann schon 70cm Tiefe anpeilen.


    Du solltest dich also in jedem Fall zwischen Mbunas und NonMbunas entscheiden und dich auch falls die Wahl auf NonMbunas fallen sollte, auf kleinerbleibende Arten bis etwa 15cm beschränken.


    Bei den NonMbunas die für das Becken geeignet sind wird es natürlich schwer mit den bunten Weibchen... da hättest du höchstens ein paar Arten wo die Weibchen schön gemustert sind, wie bspw. bei Placidochromis sp. „Jonstoni Solo“ oder Protomelas steveni-Arten.
    Bei den Mbunas könnte man tendenziell sogar komplett auf „graue Mäuse“ verzichten, da gibt es reichlich geeignete Arten wo sowohl Männchen als auch Weibchen sehr schön bunt sind.
    Aber die Entscheidung musst du am langen Ende selbst treffen.


    Das mag zwar hart sein und ist auch im Hinblick auf die tolle Beckenlänge schade, aber in dem Fall die einzig vernünftige Entscheidung wenn du dauerhaft Freude an den Tieren haben willst.


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hallo Tristan,


    das du Mbuna und NonMbuna zusammen halten möchtest ist etwas schwierig da sie unterschiedliche Futteransprüche haben. Aber wenn dich die grauen Weibchen stören würde ich zu Mbuna tendieren, da kannst bei allen Geschlechtern Farbe haben.

    Auch mit der 50ger Tiefe wirst du eingeschränkt sein, da hilft auch keine 70ger Höhe.


    Gruß

    Matze

  • Hallo,

    danke für die Antworten, die Beckentiefe ist blöd, aber in unserem Haus absolut nicht mehr rauszuholen. Das Sofa für vier Personen ist dadurch schon nur noch 250 breit...


    Ich wollte jetzt auch keine ganz wilde Mischung mit Mbunas und Nons, ich hatte da an Yellows im NonMbuna Becken gedacht oder an einen schwarz blau längst gestreiften, Jungfische fressenden Mbuna, ca 15cm groß, dessen Namen ich immer wieder vergesse. Würde also von der Ernährung etwa passen.


    Oder meine Mbuna ziehen einfach nur um und werden aufgestockt.

    eventuell Pseudotropheus acei (würde neu hinzukommen) Metriclima estherae, Labeotropheus trewavasae, Chindongo saulosi (die drei zögen nur um)


    Bei NonMbuna da muss ich mich noch weiter einlesen, Erfahrung habe ich bislang nur mit Aulonocara und Sciaenochromis fryeri. Die sind schonmal ganz nett, nur die Weibchen eben... die großen Räuber wollte ich auch nicht reinsetzen, hätte jetzt von mir aus die Grenze bei knapp über 20cm gezogen, der Beckentiefe wegen.


    Eure Artentipps mit den gemusterten Weibchen sind schonmal gut, Danke!


    Zur Höhe des Beckens: mehr Wasservolumen schadet ja nie und wenn ich in einigen Jahren auf Diskus oder Skalar umsteige, ärgere ich mich über eine 60 Höhe, bei Altums lohnt 70ig!



    Viele Grüße!

  • Hallo Tristan,


    stimme da Sven und den anderen zu, ein Bekannter von mir hat vor Jahren

    das mal so gemacht und war nicht erfolgreich - Mbunas und NonMbunas geht halt ganz schlecht! :thumbdown:

    in einem Becken zusammen. Meistens leidet immer eine Art darunter sehr stark!


    Wenn es NonMbunas werden sollen, gibt es aber auch einige Arten bei denen auch die Weibchen

    farbig oder interessant gemustert sind, z. B. Exochochromis Anagensys - das sind super schöne Tiere!


    Die Fachleute hier, können dir sicherlich noch einige andere interessante Arten die für dich

    geeignet sind nennen.

    LG Manfred


    __________________________________________

    Beste Grüße Manfred

  • Sven : ja war ein Missverständnis, ich hatte ursprünglich an Yellows gedacht, jetzt nicht mehr.


    Exochrochromis oder anderer Räuber diese Kalibers sind schön, aber leider zu groß... danke trotzdem für den Tipp.


    Es wird wohl, auch weil ich schon Mbunas habe und an den C.saulosi hänge, auf ein Mbuna Becken hinauslaufen.


    Ich recherchiere erstmal weiter und stelle dann meine Besatzideen vor. Wer mir direkt große Mbunas empfehlen kann, darf das auch gerne schon tun.


    Nur falls es doch keine Mbuna werden, mir gefallen Nimbochromis livingstonii extrem gut, ein Züchter meinte vor ein paar Wochen im Chat auf die Frage ob die passen - "locker sogar 4,6", ich würde nur 1,2 wollen, aber wohl auch etwas zu groß, richtig?


    Viele Grüße!

  • Moin,


    richtig, Livingstonis werden zu groß und spätestens wenn sie ins Maul passen sind die saulosi Geschichte.
    Ganz ehrlich, wenn der Züchter dir sowas rät, nimm von dem lieber Abstand.

    Bei den großen Mbunas wären wir dann bei Petrogilapia, Labeotropheus fuelleborni oder Maylandia Fainzilberi... das sind aber auch wieder Arten die ich bei 50cm Beckentiefe nicht pflegen würde und die sind auch für die kleinen saulosi alles andere als ein passender Beibesatz.


    Zu deinen vorhandenen Tiere wären die von dir angepeilten Pseudotropheus Acei auf jeden Fall eine schöne Ergänzung! Die wirken auch sehr gut in einer großen Gruppe.

    Vielleicht mal als Vorschlag meinerseits:


    3/6 Chindongo saulosi

    3/6 Labeotropheus trewavasae

    1/3 Maylandia estherae

    1/3 Cynotilapia sp. „Hara“ Gallireya Reef
    3/6 Pseudotropheus cyaneorhabdos
    4/8 Pseudotropheus Acei


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Werner

    Hat den Titel des Themas von „Planung Malawibecken“ zu „Planung Malawiseebecken“ geändert.
  • Hallo und Danke für die ganzen Antworten, ich lasse das jetzt erstmal etwas sacken und beschäftige mich mit anderen Sachen wie Technik und Unterschrank.

    Der Besatzvorschlag von Sven ist schonmal sehr ansprechend, Danke. Von den Pseudotropheus cyaneorhabdos habe ich sogar noch zwei alte Weibchen, die würden sowieso mit umziehen, hatte ich ganz vergessen.

    Ich habe jetzt noch ein paar Wochen bis Monate Zeit, da kann ich mir noch viele Gedanken machen...

    Viele Grüße

  • So das Projekt geht weiter, kleiner Zwischenstand.

    - Unterschrank wird die nächsten 1-2 Wochen von mir gebaut.

    - Aquarium ist so gut wie bestellt und wird im Februar geliefert, die Maße sind jetzt doch nur 305x50x70.

    - Es werden ein "modifizierter" Patronen/Hamburger Mattenfilter eingesetzt und ein MKIF, die Materialien werden jetzt auch langsam bestellt und zusammengebastelt.

    - Heizung normaler Stabheizer, habe ich noch welche.

    - Erstmal eine zusätzliche Strömungspumpe, die aber vielleicht nicht ganztägig laufen muss. (Tunze 6065)

    - Ich habe noch eine recht neue LED Beleuchtung (Aquatlantis EasyLED Universal Süßwasser 120cm), die möchte ich weiter verwenden, aber dimmen. Dimmung sollte über den tc420/421 funktionieren, kenne mich damit noch gar nicht aus, scheint aber kein Hexenwerk zu sein. Ergänzen wollte ich es durch LED Aquaristik, um jetzt und in Zukunft flexibler zu sein. Kleines Problem: LED Aquaristik läuft auf 12V, Aqualantis auf 24V, ich werde also zwei Controller brauchen, es sein denn jemand schreibt jetzt es gibt doch dieses XYZ, damit kann man die einfach Koppeln. Ich habe Umbauanleitungen im Netzt gefunden, die Übersteigen aber meine Fähigkeiten als Elektriker und wenn ich mich da erst eine Woche einarbeiten muss und die Einzelteile zum Umbau 15 Euro kosten, dann hole ich mir lieber einen zweiten TC420 für 20 Euro.

    Irgendwelche Tipps zu den LED Aquaristik Leisten? Ich würde sonst einfach die nehmen:

    eco+ LED-Leiste DAY 5500K. Sind die Netzteile von denen wirklich das Geld wert? Bei Amazon gibt es welche (auch Metallgehäuse) für etwa die Hälfte bei gleicher oder höherer Leistung. Laut Beschreibung auch für LED Leisten.

    - Die Abdeckung wird mit Flachleisten, 4-Kant Alusteck und Hartschaumplaten selber gebaut.

  • Ich hoffe man kann es erkennen.

    Meine optimierte Patronenfilter Version, die so aber noch nie gebaut wurde von mir.

    Durch den relativ kleinen Einlass unten und oben erhoffe ich mir eine effektive Oberflächen- und Bodenmulmabsaugung. Der Abstand Boden Patronen wird ca 4cm sein, da soll sich der grobe Mulm sammeln und kann bei Bedarf beim Wasserwechsel abgesaugt werden.

    Die Patronen haben normale Siebrohre innen, der Abstand der Patronen zueinander ist 1-2 cm.

    Die Pumpe für den Rückstrom befindet sich oben im Abschlussschacht, das Wasser wird da noch durch Siporax oder ähnliches geschickt.

    VG

  • Moin Tristan,


    warte in Zulunft bitte länger ab bevor du das Weibchen herausfängst. Die kleinen hätten noch ne Woche mehr im Maul benötigt, dann hättest du voll entwickelte Jungtiere gehabt und sie hätte dir die kleinen freiwillig entgegengespuckt und du hättest das Weibchen nicht melken müssen.
    Also beim nächsten mal etwas mehr Geduld, dann erstsparst du sowohl dem Weibchen als auch den Jungen unnötigen Stress.


    Und pass auf mit den Platys, viele lebendgebährend übertragen Krankheiten, welche sie selbst gut verkraften, für die Malawis aber unbehandelt tödlich enden können.

    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hallo,

    ja war heute ne spontane Idee beim Wasserwechsel. Ich habe noch nie gemolken, weil ich keinen Platz für die Aufzucht habe, ich lasse die immer fressen. Daher wusste ich auch gar nicht seit wann die die Jungen im Maul hat und dachte lieber früher als zu spät. Beim Wasserwechsel konnte ich sie heute überraschen und im Kescher hat sie schon angefangen zu spucken als ich sie in die Hand genommen habe. Soll eine einmalige Aktion bleiben.

    Danke für den Hinweis mit den Platys.


    Viele Grüße,

    Tristan

  • Hallo an alle Leser,

    nächster Zwischenstand, auch als eigene Gedächnisstütze.

    - Am Besatz werde ich erstmal gar nichts ändern, nur aufstocken. Da lasse ich mir die nächsten Monate ganz in Ruhe Zeit, ich kann mich nicht entscheiden. D.h.

    Aktuell habe ich Chindongo saulosi 1,1 (gekauft habe ich mal 1,4 - zwei Weibchen (Zoogeschäft) habe ich abgegeben weil sie sich kräftig orange gefärbt haben und ein Weibchen sieht aus wie ein saulosi, habe ich auch noch, ist aber größer als der Bock und hat nie Junge) Ziel: 4,7

    3/6 Labeotropheus trewavasae (aktuell 2,4 - waren mal 3,4 - zwei Männer geht gar nicht, der unterlegene Bock schwimmt seit ein paar Tagen alleine im Wäschenetz um sein Leben zu retten.)

    1/3 Maylandia estherae ( aktuell 1,3 + ein paar Junge)


    Ich habe noch ein paar "Restfische", die ziehen mit um oder werden abgegeben. (0,2 Yellow, 0,2 P. maingano, 0,1 Hybrid Yellow/Saulosi, 3 Synodontis multipunktatus (höchstwahrscheinlich Hybriden, vermehren sich nicht, daher kein Problem), 1,0 fryeri (sieht seit 2 Jahren aus als wollte er sterben, deswegen habe ich ihn damals bei der Umstellung auf Mbuna auch nicht abgegeben - er ist schwarz, eingefallener Bauch, apathisch außer beim Fressen und lebt und lebt und lebt...).


    Die Beleuchtung ist auch bestellt, Skizze werde ich später mal erstellen und hochladen zur Dokumentation.


    Nach langem Überlegen (Rockzolid und Co unbezahlbar, Lava gefällt mir nicht und müsste ich mir schicken lassen, Ruhrsandstein sieht immer aus wie Trockenmauer, ...weitere Gesteinsarten sind auch noch rausgefallen) habe ich mich entschieden "Findlinge Nordisch" in Kombination mit selbstgemachten Findlingen zu nehmen. Ich hoffe es gelingt mir, meine Kunst 5 war berechtigt, bislang waren alle meine Kunststeine scheusslich, diesmal gebe ich mir noch mehr Mühe und ändere die Technik.


    Es gibt noch ein Problem mit dem zweiten Filter, weil die rechte Seitenscheibe jetzt doch Sichtscheibe wird - ich muss da noch irgendwie eine Lösung finden, vielleicht in einem großen künstlichen Findling...


    Viele Grüße!

  • Hallo Tristan,


    ich bin ja auch noch auf der Suche nach Steinen, ist bei mir hier in der Gegend sehr dünn,

    bei 5 Händlern nix gefunden. Einen besuche ich jetzt noch.


    Wenn ich dort wieder nix gutes finde, dann gehe ich auf RockZolid (habe ich schon im Einsatz).

    Ich suche Basalt Bruchgestein, oder wie Du Findlinge, Größe so zwischen 10-50cm.


    Mal sehen was es dort gibt, irgendwann die nächsten 2 Wochen schaue ich dort vorbei!

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred