Besatzfrage, Malawi 300l

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  • Hi,


    wie an anderer Stelle schon erwähnt, plane ich ein 300l Malawi. Es ist mir bewusst, dass dies an der unteren Grenze ist. Mein Platz ist leider begrenzt, ich bin aber auch bereit mich dann beim Besatz auf das sinnvolle zu beschränken.


    Der bisherige Plan war ein Artbecken mit einer Gruppe Pseudotropheus saulosi. In den letzten Wochen habe ich viel gelesen, auch hier im Forum die alten Beiträge. Die Aussagen zu P. saulosi in 300l sind generell gemischt. Von "geht gut" bis "klein aber oho, 300l ist zu wenig" ist viel dabei. Vielleicht hat auch jeder mit seiner Erfahrung Recht, ein Tier lässt sich schliesslich nicht programmieren. Was bei einem gut funktioniert, muss ja beim anderen nicht so sein.


    Deshalb mal die Frage nach Alternativen. Eine Möglichkeit die mir vorschwebt, wäre z.B. die Kombination aus Labidochromis caeruleus und Pseudotropheus socolofi. Wobei beim letzteren die Meinungen/Erfahrungen in dieser Beckengrösse auch etwas auseinander gehen.



    Grüße,

    Jochen

  • Hallo Jochen,


    ich pflege und züchte alle drei Arten seit zig Jahren. Während dieser Zeit habe ich etliche Varianten die Tiere zu halten ausprobiert. Am ehesten werden in 300 Liter noch die Chindongo saulosi, (das die aktuell gültige Bezeichnung), funktionieren. In einer ordentlichen Gruppe, zB 5:10 als Jungtiere zusammen gesetzt sind die Chancen am größten das es lange klappt.


    Labidochromis "Yellow" geht im Harem besser. Mehrere Männchen wird schwierig in 300 Liter.


    Chindongo socolofi, (Auch diese Art wurde in die neue Gattung überstellt.), würde ich erst ab einer Kantenlänge von 150 cm halten. Die haben schon ordentlich Dampf.



    Gruß, Christian

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    Mir egal wer Dein Vater ist, solange ich hier angel geht hier keiner übers Wasser!!!



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  • Hallo Jochen,


    zu den vom dir Ausgewählten Arten hätte ich noch eine Alternative.

    Labidochromis spec. Mbamba Bay ich pflege die Fische im 1,20 x 50 x 50 Becken.

    Das Funktioniert als Gruppe 3M / 6W problemlos,


    Gruß Detlef

    Gruß Detlef.


    Natürlich kann man ohne Fische leben, aber welchen Sinn macht es dann ?? :D

  • Moin Jochen,


    ok, damit sind wenigstens die Mindestanforderungen erfüllt.


    Also Chindongo saulosi kann man grundsätzlich machen.


    Wenn es beim Artbecken mit möglichst viel Farbe bleiben soll kann ich dir noch Melanochromis joanjohnsonae ans Herz legen.

    Die Art lässt sich leider schlecht auf Bild festhalten und auch im Händlerbecken kommen sie oft nicht so zur Geltung.

    In natura, in einem anständigen Becken sind die Tiere aber eine absolute Augenweide.

    Für mich persönlich einer der am meisten unterschätzten Mbunas überhaupt! Sollte in meinen Augen viel häufiger gepflegt werden.


    Ebenfalls hübsch anzusehen, aber wie bei den von Detlef vorgeschlagenen Labidochromis sp. „Mbamba“ mit eher farblosen Weibchen wären da noch Cynotilapia aurifrons. Die Tiere harmonieren wunderbar in Gruppen mit mehreren Männern und das selbst in so kleinen Becken wie deinem.


    Beides Varianten die nicht jeder hat und beides auch absolut schöne und dankbare Arten!


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hallo Jochen,



    ---> die vom Sven vorgeschlagenen Melanochromis joanjohnsonae sind wirklich wunderschön; so, wie Sven richtig, schreibt, die Pflegebedingungen passen.

    Die Bilder im Internet werden deren Pracht tatsächlich überhaupt nicht gerecht.


    Gruß

    Dieter


  • Hi,


    danke an alle für die Vorschläge. Melanochromis joanjohnsonae hatte ich bis jetzt in der Tat wegen des eher unscheinbaren Aussehens auf Bildern nie in der engeren Wahl.


    Grüße,

    Jochen

  • Hallo Jochen,


    die hab ich auch lange gehalten und kann sie für deine Beckenmasse wärmstens empfehlen. Und unscheinbar sind die definitiv nicht. Beide Geschlechter sind sehr hübsch gefärbt wobei mir hier die Mädels sogar besser gefallen als Wie sonst meist die Männchen.



    Gruß, Christian

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  • Hi,


    Mal generell gefragt, d.h. nicht auf eine bestimmte Art bezogen, auch wenn ich mir vorstellen kann dass jetzt gleich ein "kommt auf die Art an " kommt ;)


    Wäre es aus Sicht der Aggressionen beim Besatz nicht sinnvoller z.B. drei Arten mit je 1m/3w die sich äusserlich unterscheiden zu halten statt nur eine Art mit einer Gruppe von z.B. 3m/9w?


    Grüße,

    Jochen

  • Moin Jochen,


    Das kommt wie du schon erwartet hast auf die Art an!

    Ein pauschales ja oder nein gibt es auf die Frage nicht!


    Es gibt Arten die wunderbar in Gruppen mit mehreren Männern harmonieren und es gibt Arten wo selbst jenseits der 1000Liter kein zweites Männchen akzeptiert wird.

    Dann gibt es wiederum Arten die sich erst ab einer gewissen Beckengröße in Gruppen pflegen lassen...

    Außerdem gibt es Arten die man unbedingt in größeren Gruppen pflegen sollte und auch wieder andere wo es zwar möglich ist, aber eben keine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Pflege.

    Also am besten du schreibst um welche Art bzw. Um welche Arten es dir geht, dann können wir dir konkret sagen was geht und was nicht!


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hi,



    ich habe es geahnt ... ok. Bleiben wir zuerst mal bei den hier im Thread genannten:


    Chindongo saulosi

    Labidochromis caeruleus

    Labidochromis sp. „Mbamba“

    Cynotilapia aurifrons

    Melanochromis joanjohnsonae


    Und dann noch Iodotropheus sprengerae



    Grüße,

    Jochen

  • Moin,


    Also empfehlenswert wäre die Gruppenhaltung hier bei:

    Cynotilapia aurifrons

    Melanochromis joanjohnsonae

    Labidochromis sp. „Mbamba“

    Grundsätzlich ist hier auch bei allen ein Harem möglich aber ich würde die Arten lieber als Gruppe setzen.


    Bei Labidochromis caeruleus würde ich wie Christian ja auch schon schrieb eher einen Harem setzen und 2 weitere Arten dazu.

    Bei Chindongo saulosi bin ich bei der Beckengröße mittlerweile auch eher ein Freund vom Harem und Gesellschaft... das kann zwar gut gehen, dafür muss die Struktur im Becken aber wirklich gut sein damit mehr als ein Mann richtig in Farbe steht.


    Bei Iodotropheus sprengerae geht grundsätzlich beides... die lassen sich gut in Gruppen halten, aber auch im Harem.


    Ganz wichtig: Bitte auf jeden Fall nur EINE der Labidochromisarten, auf keinen Fall mehrere!


    Meine Erste Wahl wäre hier übrigens das Artbecken mit den Melanochromis joanjohnsonae... aber das ist mein persönlicher Geschmack!


    VG Sven

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  • Hallo Jochen,


    zu den Vorschlägen vom Sven ist der Hinweis enorm wichtig, dass das Aquarium dann wirklich Top strukturiert sein muss mit optimierten Reviergrenzen und Sichtbarrieren.


    Das braucht bei der Aqauriumgröße eine wirklich gute Planung.

    Wasserpflanzen können an der Stelle raumsparend Sichtbarrieren und zugleich Rückzugsbereich.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    auf den ersten Blick klingt das für mich eher unlogisch: warum muss das Aquarium bei 2 oder 3 Arten mit Harem besser strukturiert sein als bei einer Gruppe einer Art? Sind nicht die innerartlichen Aggressionen höher, so dass dies eher auf das Artbecken zutrifft? Habe ich einen Denkfehler?


    Grüße,

    Jochen

  • Hallo Jochen.


    Da hast du was falsch verstanden! Niemand sagt dass du weniger Struktur bei einem Artbecken benötigst als bei einem mit mehreren Harems!

    Es ist nur vor allem bei solch kleinen Becken wie deinem extrem wichtig dass dieses gut strukturiert ist weil eben vergleichsweise wenig Platz ist.


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hi,


    es geht weiter. Das Aquarium wurde am Samstag von der Firma Brillant Aquarium geliefert. Ich bin von der gelieferten Qualität durchweg sehr angetan. Der Schrank ist nicht wie üblich aus mehr oder weniger stabilen "Presspappe", sondern besteht in seinem inneren aus 4cm Aluprofilen die von aussen mit Holz verkleidet wurden. Von aussen sieht man davon nix, sieht aus wie ein normaler Aquarienschrank. Die Abdeckung ist deutlich stabiler als das was man sonst von den üblichen Serienprodukten wie J...l oder E....m bekommt.



    Nach dem einkleben der Halterungen für den HMF und von zwei BTN Modulen, der erste Aufbau im trockenen: http://fotografie24.eu/2019/6/IMG_0974.jpg


    Der HMF kommt in die rechte Ecke, wird schon weitgehend vom dem stehenden Modul verdeckt. Dahinter ist noch genügend Platz. Der Versuch war mal, durch die Steinreihe die von hinten links nach vorne rechts führt eine Trennung aufzubauen.

    Es sollen noch Vallisnerien rein: ganz vorne rechts. Links neben dem stehenden Modul auf der rechten Seite und rechts von dem stehenden Modul auf der linken Seite.

    Alle Steine sind sinkende Riverstones von BTN, die auf ihrer Unter- bzw. Hinterseite (je nach Lage) wiederum eine Höhlung aufweisen.

    Das stehende Modul links ist mit etwas Abstand eingeklebt und auf der Innenseite hohl. Eventuell dahinter auch noch Vallisnerien

    Die weisse Unterlage - die wahrscheinlich gar nicht nötig wäre, ich fühle mich aber wohler dabei - ist 3mm dicker PVC Hartschaum.


    Ich weiss, dass die Wurzel nicht jedem gefallen wird, mir gefällt sie. Nein, die tut nichts, die ist künstlich ;)


    Grüße,

    Jochen