Probleme mit überhand nehmendem Nachwuchs im Schaubecken.

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Euer Foren-Team!
  • Hallo zusammen,


    immer wieder lesen wir von Problemen mit überhand nehmendem Nachwuchs in Schaubecken, speziell in Mbunabecken.


    Viele suchen dann nach Räubern die sich um das Problem kümmern, welche aber oft überhaupt nicht zum Besatz oder zur Beckengröße passen und dadurch selbst mit der Zeit zum Problem werden.


    Auch wenn anderswo oft anders propagiert sind bspw. Sciaenochromis- und Stigmatrochromisarten ungeeignet für ein Mbunabecken. Sie können sich in den seltensten fällen auf Dauer gegen die quirligen und wehrhaften Mbunas behaupten und man bekommt wenn mal nicht ausreichend Jungtiere zur Verfügung stehen nicht selten Probleme mit Mangelerscheinungen aufgrund der zu "mageren" Ernährung.


    Für größere Becken mit passendem, robusten Besatz kann man wenn überhaupt auf die räuberischen Melanochromisarten wie bspw. M. kaskazini, M. baliodigma, M. robustus, M. lepidiadaptes oder M. melanopterus zurückgreifen. Das kommt aber nicht überall in Frage da alle diese Arten ein recht großes Becken benötigen und aufgrund ihres (zumindest während der Balz) hohen Aggressionspotenzials auch der Beibesatz entsprechend robust sein sollte.


    Dabei ist es eigentlich ganz einfach dem Problem Einhalt zu gebieten! Der Schlüssel dazu ist die passende Einrichtung.


    Die meisten machen den Fehler und nutzen zu kleine Steine für Ihre Aufbauten, wodurch unzählige kleine Spalten und Höhlen entstehen in denen sich die Jungtiere vor den Adulten verschanzen können bis sie eine Größe erreicht haben in der Sie nicht mehr als Futter angesehen werden.
    Nimmt man dagegen weniger, dafür aber größere Steine (Körnung 25cm und größer) minimiert man diese Unterschlüpfe und kann den großen Trotzdem die Höhlen und Sichtbarrieren bieten die sie benötigen.


    Weitere Vorteile von größeren Steinen sind, dass sie sich sicherer in die Höhe stapeln lassen und somit leichter Sichtbarrieren geschaffen werden können und dass sie auch optisch besser wirken als ein Haufen kleiner Steine.


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hallo Sven


    In deinem Bericht über Problemen mit überhand nehmendem Nachwuchs erwähnst du nur die Mbunas. Kannst du auch Angaben zu NonMbunas machen. In diesen Aquarien sind meistens weniger Steine drin worin sich die Jungfische verstecken können. Wer sorgt hier für den Nachwuchs.

  • Moin Malte,


    "für Nachwuchs sorgen" tun fast alle Malawiseecichliden von ganz allein, egal ob Mbunas oder NonMbunas.

    Falls es dir aber darum geht wer im NonMbunabecken dafür sorgt dass der Nachwuchs nicht überhand nimmt dann ist das recht einfach zu beantworten... alle anderen Beckenbewohner. Die haben es im NonMbunabecken durch die wenigen Steine natürlich deutlich einfacher weil der Nachwuchs nicht so viel Möglichkeiten hat sich zu verstecken. Außerdem sind die meisten NonMbunas von Natur aus "räuberischer" veranlagt als der Großteil der Mbunas.

    Dass der Nachwuchs im halbwegs vernünftig eingerichteten NonMbunabecken mal überhand nimmt habe ich bisher noch nie erlebt, da ist es schon extrem selten dass es überhaupt mal ein Jungtier schafft groß zu werden.


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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