Besatzfrage Tanganjika Becken 380l

  • Hallo liebe Forenmitglieder,


    bin seit heute hier angemeldet, mein Name ist Manfred.


    Gerade bin ich dabei, mein 2. Becken als Tanganjika Backen einzurichten.

    (siehe auch meine Vorstellung in den Vorstellungen)


    Jetzt habe ich aber noch keine große Erfahrung mit Tanganjikas, nur bei Malawis kenne ich etwas aus.


    Mein Tanganjika-Becken ist 150x50x60cm ca. 380l


    Ich habe mich bei einen sehr bekannten Malawi- und Tanganjika Spezialisten beraten lassen, dieser hat mir

    folgenden Besatz empfohlen.


    2/2 Chailinochroms brichardi

    4/4 Cyprichromis leptosoma "mpulungu" - evtl. 5/5 ohne die leleupis?
    2/2
    Neolamprologus daffodil

    1/1 Xenotilapia papilio tembwe

    2/2 Neolamprologus leleupi (den will ich aber weglassen, wird mir zuviel und evtl. zu aggressiv)

    2/2 Syynodontis multipuctatus


    Was meinen die Tanganjika Spezialisten hier dazu?


    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

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  • Moin Manfred,


    bei 450Liter geht bei Tanganjika schon ganz gut was, die Grundvoraussetzungen sind also schonmal gut.

    Eine Kombination aus Höhlenbrütern und Heringscichliden wäre auch meine Wahl für das Becken.


    Bei den Cyprichromis geht das aber in einer so kleinen Gruppe nicht gut, da brauchst du eine wirklich große Gruppe damit sich die Tiere sicher und wohl fühlen und sich voll entfalten. Ich würde dir zu MINDESTENS 15, besser 20 Tieren raten!

    Die Mpulungu bleiben zum Glück erfahrungsgemäß schön klein, da wirken 20 Tiere wirklich absolut nicht zu viel für so ein Becken.

    Wenn du unbedingt eine kleinere Gruppe pflegen willst, dann nimm besser Paracyprichromis, da geht es auch schon ab 10, besser 15 Tieren.


    Die Synodontis multipunktatus würde ich aus der Gleichung streichen, zum einen werden echte Multis sehr groß (gerne mal 20cm) und zum anderen sind sie sehr aufdringlich, was sensiblere Arten sehr stresst.


    Mit den Chalinochromis hab ich ehrlicherweise keine persönlichen Erfahrungen, da meldet sich vielleicht noch jemand anders zu.


    Neolamprologus daffodil mag ich sehr gern, sind aber durch die Etagenzucht nicht ganz unproblematisch. Mit der Zeit nehmen die immer mehr Platz im Becken ein und verdrängen die anderen Höhlenbrüter, daher für mich persönlich eher was fürs Artbecken oder aber in Gesellschaft größerer, durchsetzungsstärkerer Höhlenbrüter wie bspw. Lepidiolamprologus oder Lamprologus tretocephalus oder ähnliche.


    Neolamprologus papilio sagt mir jetzt nichts, ich denke du meinst Xenotilapia papilio "Tembwe"?

    Wenn ja, dann sind das toll zu beobachtende Bodenbewohner.


    Neolamprologus leleupi ist zwar untereinander durchaus aggressiver unterwegs, aber wenn sich ein Paar gefunden hat und es harmoniert, absolut tolle Tiere, die ich an deiner Stelle auch besetzen würde.


    Bei den Höhlenbrütern wirst du mit recht großer Wahrscheinlichkeit nicht überall gleich ein harmonierendes paar beim Händler bekommen, da setzt du am besten eine Gruppe Jungtiere (6 Tiere), aus der sich dann paare finden können. "Zwangsehen" enden leider oft nicht besonders gut.


    Also mein persönlicher Vorschlag wäre wie folgt zu besetzen:


    18 Cyprichromis leptosoma "Mpulungu"

    6 Chalinochromis brichardi (unter vorbehalt!) ODER alternativ Julidochromis transcriptus

    6 Neolamprologus leleupi

    4 Xenotilapia papilio "Tembwe"


    Viele Grüße


    Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hallo Sven,


    Danke für die ausführliche Antwort.

    Beim tembwe habe ich beim kopieren einen Fehler reingebarcht, da hast Du recht!


    Die von Dir vorgeschlagenen 34 Tiere sind nicht zu viel für das Becken?

    Ich bin von max. 22-24 ausgegangen.

    Die Transscriptus schaue ich mir mal näher an.

    LG Manfred


    __________________________________________

    Beste Grüße Manfred

  • Moin Manfred,


    da die Cyprichromis durch den anderen Lebensraum nicht mit den Höhlenbrütern kollidieren ist das von der Anzahl kein Thema.

    Bei den Cyprichromis ist es aber einfach notwendig eine große Gruppe zu setzen, ist die Gruppe zu klein, fühlen die sich nicht sicher, das sorgt für stress und dann kippen die dir einer nach dem anderen rum.

    Musste das leider selbst schon schmerzlich erfahren.


    Bei den Höhlenbrütern gibts du nach der Paarfindung die überschüssigen Tiere wieder ab, dadurch reduziert sich der Besatz dann auch noch etwas.

    Wenn du von denen jeweils ein Pärchen behältst bist du nachher bei 26 Tieren... also garnicht so weit von deiner Planung entfernt.


    LG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Mein Problem, wie krieg ich die aus dem Becken später wieder raus?

    Das ist ja so gut wie unmöglich, oder gibt es da einen Trick?


    Leider habe ich die multipuctatus schon als Startbesatz drin, sind ca. 4-5cm groß!


    Ich plane dann so weiter:

    18 Cyprichromis leptosoma "Mpulungu"

    4 Xenotilapia papilio "Tembwe"

    4 Synodontis multipuctatus


    Noch nicht klar??

    6 Chalinochromis brichardi (unter vorbehalt!)

    oder

    6 Neolamprologus leleupi (unter vorbehalt)

    oder

    4 Neolamprologus daffodil (unter vorbehalt)


    Überlege ich mir noch genau und warte auch weitere Vorschläge ab.


    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

  • Hi Manfred,


    wenn du Freude an den Tieren haben willst gib die Multis ab, die machen viel zu viel Stress. Die ersten die dir dadurch umkippen werden die Xenotilapia sein und dann nach und nach... wenn du erstmal die Seuche im Becken hast weil die Tiere zu gestresst sind, hast du auf gut deutsch die Kacke am dampfen.

    Die Multipunktatus wird man zum Glück aber auch immer recht gut los, sollte also kein Problem sein die bei jemand anderem gut unter zu bringen.

    Abgesehen davon wäre 4 Tiere bei den Multis auch zu wenig. Auch die sind Gruppentiere und sollten in größeren Gruppen gepflegt werden.


    Die Überschüssigen Höhlenbrüter bekommst du eigentlich recht leicht gefangen.

    Wenn’s dir mit dem Kescher zu umständlich ist, besorg dir einfach ne Fischfalle im Internet, die gibt’s für ein paar Euro und erfüllen auch wunderbar ihren Zweck.


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hi Sven,


    Danke, die Multipunctaus wurden mir als 2/2 dazu empfohlen und ich habe

    sie als erstes eingesetzt. Mit Tanganjika habe ich keine Erfahrungen, deshalb

    habe ich auch die Beratung im Laden gesucht. Die sind dort eigentlich super und ich

    habe schon immer dort Fische gekauft!

    So hat sich das beim zusammenstellen des Besatzes im Laden leider nicht angehört!

    Ich habe nur vorgegeben die Beckengröße und das es kleinere Arten sein sollten max.

    20-22 Stück.


    Nitritpeak ist in zwischen durch und alle Wasserwerte sind im grünen Bereich.


    Fischfalle habe ich schon eine hier!

    Leider hat das damit früher nie funktioniert, entweder ging keiner rein oder

    immer nur die falschen :rolleyes:

    Ich denke mal die riechen das, das genau sie jetzt betroffen sind! ;)


    Ich schau mal was ich da machen kann!

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

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  • Hi,


    so habe mir das jetzt mal überlegt und habe vorläufigen

    Zwischenstand.


    Momentaner Besatzplan, nach Rücksprache:

    18 Cyprichromis leptosoma "Mpulungu"

    4 Xenotilapia papilio "Tembwe" (wenn ich welche bekomme?)

    6 Chalinochromis brichardi (evtl. sofort 1/1 da ein Paar möglich wäre)

    6 Neolamprologus leleupi (evtl. sofort 1/1 da ein Paar möglich wäre)


    4 Synodontis multipuctatus - (kommen weg!)


    Die "Neolamprologus daffodil" werde ich dann wie angeraten weglassen

    und zusätzlich wird es mir dann echt zu viel für das Becken!

    Das mit den schon gebildeten Paaren muss ich beim Händler

    noch dort Vorort genau besprechen und prüfen.


    Kann ich die Arten auch etappenweise einsetzen oder wären

    alle gleichzeitg besser?

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

  • Moin Manfred,


    Es ist ratsam alle möglichst gleichzeitig einzusetzen. Wenn du Tiere nachsetzet ist das immer problematisch weil die zusätzlich zum Stress durch fangen, Transport und die neue Umgebung auch noch in angestammte Reviere kommt und sich in der Situation gegen den bestehenden Besatz durchzusetzen endet nicht selten böse für die Neulinge.


    LG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hi Seven,


    noch eine Frage zum Besatz, ich plane jetzt folgendermaßen weiter:


    Besatzplan Tanganjika 150x50x60:

    16-18 Cyprichromis leptosoma "Mpulungu"

    4-6 Xenotilapia papilio "Tembwe"

    1/1 Chalinochromis brichardi (wenn ein Paar möglich, ist ansonsten 4-6)

    1/1 Neolamprologus leleupi (wenn ein Paar möglich ist, ansonsten 4-6)


    Um die Etagenzucht natürlich zu regeln, könnte man da nicht einen

    geeigneten Räuber einsetzten?

    Wenn ja, welche würden da geeignet sein, evtl. eine kleinere Art von
    Lepidiolamprologus?


    Danke für Deine Mühen.

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

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  • Hallo Manfred,


    um Etagenzucht brauchst du dir eigentlich keinen Kopf machen... die leleupis betreiben definitiv keine und die Chalinochromis meines Wissens (in dem Fall aber nur angelesen) auch nicht.


    Bei den Xenotilapia würde ich bei 4 Tieren bleiben, für 6 ist die Fläche nach Abzug der Rückwand einfach zu knapp.


    LG Sven

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  • Hi Sven,


    ok, Danke.


    Die Rückwand hat eine geringe Tiefe und auf einer Länge von ca. 80cm

    konnte ich die fast bis zur Glasrückwand biegen, so das ich da ca. 45 cm Tiefe habe!


    Ansonsten hat sie große Einbuchtungen die bis zur Glasrückwand reichen.

    Ich habe wegen dem Becken schon bewusst darauf geachtet genug Freiuam zu erhalten.


    So ein Becken kaufe ich mir auch nie wieder, das war damals ein Fehler, aber auch

    vom Platz passt da nicht mehr hin!

    Favorisiere min. 70-80cm Tiefe und 180-300cm Länge. Da ist man dann ziemlich

    frei in Gestaltung und Besatz!

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

  • Guten Morgen Sven,


    bevor ich was falsch mache und wieder raus fangen muss! ;-)


    Besatzplan Tanganjika 150x50x60:

    18 Cyprichromis leptosoma "Mpulungu"

    4 Xenotilapia papilio "Tembwe"

    1/1 Chalinochromis brichardi (wenn ein Paar möglich ist, ansonsten 4-6)

    1/1 Neolamprologus leleupi (wenn ein Paar möglich ist, ansonsten 4-6)


    ....ist noch evtl. folgendes möglich?

    2 Lamprologus ocellatus - oder ähnlicher?

    Danke für Deine Mühen!

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

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  • Moin Manfred,


    Hab’s nicht übersehen, nur scheinbar vergessen den Beitrag abzusenden 🙈


    Also der Besatz passt soweit. Ich würde da keine weiteren Tiere mehr dazu setzen. Die Grundfläche ist begrenzt und wenn du den Höhlenbrütern entsprechende Steinaufbautem zur Verfügung stellst, die sie benötigen, bleibt so gerade eben noch ausreichend Sandflächen für die Xenotilapia.


    Von daher würde ich es lieber bei den Tieren belassen. Glaub mir, da wird immer was los sein im Becken, das wird so schnell nicht langweilig 😉


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hi Sven,


    ok, Danke

    Ich habe jetzt auch noch einen zusätzlichen neuen Stein hinzugefügt

    mit 2 zusätzlichen getrennten Höhlen.


    Dachte mir nur, noch ein kleines Paar Schneckenbuntbarsche dazu zu nehmen,

    schade das es nicht geht.


    Sehe immer mehr, das Becken ist einfach zu klein ;-)


    Besatzplan Tanganjika 150x50x60:

    18 Cyprichromis leptosoma "Mpulungu"

    4 Xenotilapia papilio "Tembwe"

    1/1 Chalinochromis brichardi (wenn ein Paar möglich ist, ansonsten 4-6)

    1/1 Neolamprologus leleupi (wenn ein Paar möglich ist, ansonsten 4-6)

    Dann lasse ich es mal wie o. a. dabei, versuche von den zwei anderen

    Paare zu bekommen, damit ich nichts rausfangen muss, die Welse machen

    mir schon Schwieirgkeiten genug!


    VG Danke!

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

  • Moin Manfred,


    Mit einem Stein kommst du nicht weit, um den Tieren wirklich gerecht zu werden müssen da schon noch 3 oder 4 rein. Das war beim

    Letzten Bild doch noch sehr spärlich mit den Steinen.

    Für jedes Tier sollten mindestens 2 oder 3 Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stehen, zwischen denen die Tiere wählen können und wo sie sich zurückziehen können wenn es doch mal knallt.


    LG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


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  • Hi, Sven,


    ok, Danke.

    Ich habe da aber schon einige Höhlen, links und rechts oben sind 4 Höhlen.

    Rechts die Steine (sind 6 Stück mit div. Spalten/Höhlen), links hinten 2-3 Höhlenbereiche, sieht man auf dem Foto nicht so gut. Jetzt kommt noch

    der zusätzliche Kunststein dazu, mit zwei eingebauten Höhlen.

    Das wären dann ca. 10-12 Höhlenmöglichkeiten zusätzlich sind dann noch

    die anderen Vertiefungen und höhlenähnlichen Bereiche vorhanden.


    Ich schaue mir das aber noch mal in Ruhe genau an und ergänze das auch

    wenn erforderlich nochmal.


    LG Manfred

    LG Manfred


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    Beste Grüße Manfred

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