Neolamprologus brichardi im Artbecken - Vermehrung

  • Hallo,


    meine Gedanken kreisen in den letzten Tagen vom eigentlich geplanten Malawi-Becken (300l, 120x50x50) auch in Richtung Tanganjika. Schon immer hat mir Neolamprologus brichardi (daffodil) gut gefallen. Vor gefühlten 25 Jahren hatte ich die mal kurz in einem 250l Becken mit Julidochromis ornatus, was dazu geführt hat dass die Julidochromis keinen Platz mehr hatten.


    Über die Etagenzucht bin ich mir im klaren. Ich frage mich aber wie es in einem Artbecken aussehen würde? Wie kann ich mir die Vermehrung vorstellen: gibt es so lange Nachwuchs bis das Becken platzt (etwas salopp ausgedrückt) oder reguliert sich das von alleine, d.h. so bald eine gewisse Individuenzahl erreicht ist? Erfahrungen?


    Grüße,

    Jochen

  • Moin Jochen,


    Schön wär’s... aber die machen weiter bis das Becken aus allen Nähten platzt.

    Also entweder du fischt regelmäßig Jubgtiere ab (dafür musst du aber auch erstmal Abnehmer haben!) oder du vergesellschaftest sie mit entsprechend durchsetzubgsfähigen, räuberischen Arten, dafür ist dein Becken aber wieder zu klein.


    Es gibt aber für ein Becken der Größe viele andere wunderschöne Alternativen aus dem Tanganjikabereich.


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hallo Sven,


    Ok, es war nur eine Idee, die sich dann wohl erledigt hat.


    Sonst sehe ich aber für mich nicht soo vieles aus dem Tanganjikabereich was ich mir da vorstellen könnte.

    - Neolamprologus multifasciatus mit 1 Paar Julidochromis ornatus, dickfeldi oder transcriptus. Vielleicht mit vielen Spalten auch 2 Paare.

    - die multifasciatus mit N. leleupi

    Wobei ich dann mit den multifasciatus auch wieder das Problem mit den Abnehmern haben könnte.

    Der Bereich Altolamprologus calvus/compressiceps ist jetzt eher nicht so meins.

    Für eine schöne Gruppe Cyprichromis leptosoma sind 300l eher knapp.


    Habe ich etwas übersehen?


    Grüße,

    Jochen

  • Moin Jochen,


    Kleine Lamprologini gehen fast alle... Paracyprichromis wären noch möglich.


    Ich habe gute Erfahrungen mit einer Kombination aus Julidochromis transcriptus und Lamprologus ocelatus gemacht. Das ist sowohl optisch ansprechend als auch interessant zu beobachten und sie sind nicht so übermäßig produktiv wie Multis oder brichardis bspw..


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hallo Jochen,


    wenn Du Neolamprologus brichardi (daffodil) gerne pflegen möchtest, dann mach das!

    Ja, deren Vermehrung ist, wie Sven völlig richtig beschrieben hat, mit zunehmender Etagenzucht zahlreich. Man muss aber doch nicht zwingend einen Käufer finden für überzählige Fische, man kann diese auch in gute Hände verschenken.


    Deine Begeisterung für diese Fische kann ich sehr gut nachvollziehen.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Jochen,


    ---> eine Gesellschaft z.B. mit Julidochromis transcriptus und Lamprologus ocelatus zeigen als Alternative zu einem Neolamprologus brichardi Art-Becken mehr Verhaltensvielfalt.


    Gruß

    Dieter

  • Moin Dieter,


    ich schrieb ja extra schon Abnehmer und nicht Käufer... das Problem ist eben dass man bei der Produktionsrate selbst wenn man die Tiere unentgeltlich weitergibt kaum Abnehmer findet.

    Im Grunde muss man da schon einen Laden haben der einem regelmäßig Tiere abnimmt, der Privatmarkt in der Umgebung hat man innerhalb weniger Monate versorgt wenn ein Pärchen mal eingespielt ist und es sind nun leider keine besonders seltenen Tiere für die man kilometerweit durchs Land fährt.


    Ich will das aber auch garnicht madig reden... es geht mir nur darum dass er weis worauf er sich einstellen muss.

    Die Tiere sind wunderschön und extrem interessant aber eben aufgrund der Etagenzucht und des großen Durchsetzungsvermögens nicht gerade unproblematisch.

    Möglich ist es aber auf jeden Fall!


    VG Sven

    Gruß Sven (falls ich es vergessen sollte ;))


    Meinen aktuellen Bestand findet ihr in meinem Profil.

  • Hi,



    na spitze, jetzt habt ihr mich verwirrt ;)


    Also: an einen Verkauf hatte ich nie gedacht, wenn dann würde ich die Tiere wie erwähnt an privat einfach verschenken. Wenn mir ein Händler dafür eine Packung Futter in die Hand drücken würde wäre das für mich auch ok. In meiner unmittelbaren Umgebung gibt es da aber nur die typischen Hornbach, Fressnapf, Futterhaus. Die "echten" Aquarianerläden die es vor 20 Jahren noch gab sind alle ausgestorben. Schade .... ich schweife ab.


    In meiner Umgebung (d.h. 80km entfernt) gibt es einen privaten Züchter der z.Zt. Neolamprologus pulcher sp. "daffodil" "kantalamba" und Neolamprologus brichardi "kiku" fire tip im Angebot hat. Die Strecke würde ich für gesunde Tiere auch sofort fahren.


    Ich habe noch ein paar Wochen Zeit zum überlegen. Die lange Lieferzeit des Aquariums hat auch Vorteile :)



    Grüße,

    Jochen