Filterung für 1200l Becken

  • Hi,
    da ich inden nächsten 2-3 Wochen mein neues Aq-Becken in Auftrag geben wollte und dieses über ein Filterbecken filtern will, mache ich mir nun Gedanken, wie das zukünftige Filterbecken werden soll (ich wollte es ggf dann mit bauen lassen).


    Da ich in Sachen Technik-/Filterbecken absolut unerfahren bin, hätte ich zunächst mal ein paar grundsätzliche fragen dazu die ich Hier mal stellen möchte.


    Zunächst mal zum Aquarium:
    Es wird folgende Maße haben: entw. 250x70x60 oder 250x80x60 (BxTxH)
    Ich möchte das Filterbecken daneber stellen und devinitiv auf Glasbohrungen verzichten. Den Überlauf will ich mit Rohren machen. Da das Ganze im Nachhinein eh verkleidet wird sieht man den Überlauf später eh nicht.


    Mein erster Gedanke wäre ein Becken 70 (oder eben 80) x 50x50, darin Filltermatten á 50x50 rein.


    Meine erste Frage dazu:
    Macht es einen Unterschied hinsichtl.der FIlterung ob 4-5 Matten einfach nur hintereinander im Filterbecken stehen würden (so daß eine Matte nach der anderen durchströmt wird)
    oder:
    Die Matten nebeneinander stelle (quasi in richt. der 70/80er Filterbeckenlänge) und vo und hi so Platten einklebe sodass 3 Kanäle entstehen und die Matten separat auf ihre volle Fläche durchströmt werden.
    oder:
    Einfach nur 4 Matten der Länge nach (wie oben) reinstelle die dann nicht über Kanäle durchströmt werden, und im Prinzip dann einfach nur als Filtermedium für Bakterien dastehen (den Reinigungseffekt für Partikel im Wasser mal außer acht gelassen da ich gegenüberliegend im Becken nochmal einen HMF einbauen wollte der als ne Art Schnellfilter fungiert) ?
    Bei 4 Matten á 50x50 hätte ich ja schon eine Fläche für Bakterien von 1qm, wäre dies an sich ausreichend vom Filtereffekt (es sollen Malawi-Räuber in´s Becken die ja doch schon einen etwas höheren Futterbedarf haben, bzw das Wasser teilw. gut belasten können).


    Alternativ:
    Würde sich denn auch aus einem Standard 80er Becken (80x35x40) eine ausreichend filternde Alternative ergeben oder wäre es von der Fläche her zu klein ? Bspw.mit 4 Filtermatten á 35x40 = 0,56qm (+ gegenüberliegendem HMF mit 50x50cm) ?


    Falls wer noch ne andere und einfach(ere) umsetzende Alternative weiss, wäre ich ggf. auch dafür offen.


    Andernfalls wäre mir auch schon für´s erste geholfen wenn ihr mir die oberen Fragen beantworten könntet.


    Danke,
    Gruß Timo

    Einmal editiert, zuletzt von ray-78 () aus folgendem Grund: Titel passender gewählt.

  • Hi Timo,


    Glückwunsch zu deinem neuen Becken,


    Alternative zu deiner Filterung. Unbedingt Glasbohrung, du kennst meine Meinung.


    Unter das Becken würde ich kein Filterbecken setzen, weil du must für überlaufendes Wasser reserven frei halten, die nicht notwendig sind.


    Links und rechts vom Becken würde ich auf gleicher Höhe ein kleines Filterbecken setzten. Kannst du mit Überlauf kombinieren, ich würde aber Glasbohrung vorziehen.


    2 HMF in jedes Filterbecken gesetzt, ergibt pro Becken 5.000cm² bei beiden Filterbeckchen insgesamt 10.000cm² Filterbeckengröße 80 breite x 25 cm tiefe x 50 xm höhe.


    Hab dir mal ein Bild angehängt, die Idee finde ich persönlich genial. Kleines Becken, aber effektive Nutzung.


    Die Hmf hinternander setzen, weis ich nicht wie die Filterqualität ist.


    gruß


    thom

  • Hi,
    ja, so wie die eine Skizze wär die eine Option, ist ja das wie wir am Tel schon besprochen haben, nur wenn, dann hätte ich das ganze in einem Becken, also nur auf einer Seite. Gegenüber werde ich unabhängig von allem nen HMF setzen.


    Glasbohrungen fallen aus, der Entschluß ist gefallen und es bleibt dabei.


    Was mich jetzt nur mal grundlegend interessieren würde, ob Filtermatten wie in der Skizze via Kanäle einzeln durchflutet effizienter sind wie 4 stk hinterinander bzw. 4 stk die einfach nur als Filtermedium in nem Filterbecken stehen ?


    Gruß Timo

  • Hi,
    jetzt kam mir noch ne Option:
    und zwar ein Mehrkammerinnenfilter gleich mit ins Becken kleben lassen.


    60cm breit, 20 tief und 60 hoch mit 3 Kammern mit insg. 72l Volumen.


    Gegenüberliegend im Becken ein HMF mit 60x60cm.


    Wären denn 72l Volumen Innenfilter plus 60x60 HMF für 1200l ausreichend von der Filterung her oder den Innenfilter größer dimensionieren ?


    Gruß Timo

  • Hi,
    weiss den niemand ob 72lFilterfolumen ausreichen täten (ggf. noch nen HMF 60x60 dazu) für 1200l oder besser mehr Volumen ?


    An die wo Mehrkammerinnenfilter nutzen, wie groß sind Eure bei welcher Beckengröße ?


    Gruß Timo


    Habe bei meinem 756l Becken Jahre lang ein 120l Filterbecken im moment habe ich ein 200l Becken in Betrieb.

  • Hi,
    ...zunächst, ich habe mal meinen Threadtitel geändert, finde ihn so passender. ;)


    Hallo Tom, also wenn Du für 756l schon ein 120l Becken hattest zum Filtern, dann würde wohl bei mir ein Innenfilter von 72l schon zu klein sein, oder ?


    Andererseits, der Fluval FX5 Außenfilter hat ja auch "nur" 20l Filtervolumen und ist für Becken bis 1500l ausgelegt, da sollte doch eigentlich ein 3-Kammer Innenfilter mit 72l erstrecht ausreichen für 1200l, ist ja immerhin fast das 4-Fache Volumen. :huh:
    Jetzt weiß ich halt nicht, in wie fern man da die Filtervolumen von Außenfilter, Innenfilter und Filterbecken vergleichen kann ?


    Irgendwie bin ich schon wieder total verunsichert. Sollte ich den 3-Kammerfilter doch lieber großzügiger kleben lassen ?


    Gruß Timo

  • hallo,


    ich tu mir mit den 72 litern etwas schwer in der vorstellung. schreib mal bitte die maße auf.


    meine allg. empfehlung: filterbecken wäre das beste. allerding nur wenn du es unter dem becken (mit lochbohrung) platzieren würdest. du lehnst jedoch lochbohrungen aus mir unverständlichen gründen ab. glaub mir, das is ne fein sache. auch der wasserwechsel wird so sehr einfach. schlauch anschließen, ablassen, umstecken hahn auf und fertig. auch kann cih dir aus jahrelanger erfahrunge sagen, dass lochbohrungen mittels pvc verschraubungen 100% dicht sind. auch das becken wird nicht instabil deshalb. (sonst würds ja kein aq-bauer machen)


    also entweder filterbecken (was lochbohrungen bedeutet) oder innenfilter. klassiche außenfilter halte ich bei der größe und besatz für grenzwertig. wobei ich mit dem fx5 keine erfahrungeh habe.


    beim innenfilter musst du darauf achten, dass alles schön zugängig ist für reinigungsarbeiten. (beachte die höhe des beckens!) vom volumen her glaub ich mal ne von ner 10%-regel gelsen zu haben. bin mir aber nicht sicher. hieße bei dir 125 Liter (ist ja auch nicht reines filtervolumen. die hälfte geht ja für klarwasserkammer, heizstab usw. drauf)


    mfg uwe

  • Hi,
    die allseits beliebte Debatte um die richtige Filterung....wie schön ;-)
    Mein 200x80x60 cm Tropheus-Becken wird über Mehrkammerfilter AUSSEN betrieben. Via U-Rohr, wie Du es ja schon in Planung hattest. Mein Mehrkammerfilter fasst 250 Liter. Aussen ist er aus optischen Gründen. Wenn der Platz kein Problem darstellt würde ich es Dir sehr empfehlen. Auf die Bestückung des Filters gehe ich mal weiter nicht ein.
    Mit den Filtermatten ist es auf den ersten Blick schon eine funktionierende Sache. Aber: Bei Deinem geplanten Besatz hast Du auf Dauer nicht wirklich Spass damit. Du musst sehr grobe Matte verbauen, wenn Du nicht alle 4 Wochen die Matten reinigen willst, von der entstehenden Dreckerei wollen wir erst gar nicht "reden". Nachteil bei grober Matte: Das Wasser wird nicht wirklich klar.
    Auch in Mehrkammerfiltern ist der Einsatz von Matten bzw. Blöcken prinzipiell möglich, bei einem Besatz von Räubern nicht wirklich empfehlenswert, aus den oben aufgeführten Begründungen. Meiner Meinung nach hat die Matte nur einen Vorteil...........sie ist günstig ;-)
    sodele, das wars erstmal von meiner Seite, bin mal gespannt wie das hier weiter geht.


    MfG
    Jan

  • Hi,
    danke Euch erstmal für Eure Tipps und Meinungen. :thumbsup:


    Zunächst mal: Was für mich gegen ein (Außen-)Filterbecken spräche wäre zum einen die Tatsache, daß sich einen Statiker den Platz wo es hin soll angesehen hat und meinte 1050l mit 70er Tiefe ist Ok, da passiert nix, 80er Tiefe (1200l), hm, "dürfte" auch noch gehen aber besser und sicherer wären schon 1050l, der Mauer wegen (könnte im schlimmsten Fall dann Risse bekommen im Keller). Da ich nun eh schon das Risiko eingehe und 1200l nehme wäre es mir lieber auf die noch zusätzlichen 200-250l Filterbecken verzichten zu können und daher kam mir noch die Option Mehrkammer-IF. Auch das Becken breiter bauen zu lassen wäre nicht so optimal, denke dann bräuchte man bestimmt ne dickere Glasstärke als die jetzigen 12mm was dann meine FInanzen überschreitet. Davon abgesehen ist die Wand von dem Zimmer auch nicht die Größte, nehme ich nen IF kann man sich wengstens auch nochmal neben das AQ stellen,bzw. es grade noch von der Seitenscheibe etwas einsehen (falls ich es nicht verkleide).


    Die 72l war ein Vorschlag von meinem Aquarienbauer: 60cm hoch, 60cm Länge an der Rückwand entlang und 20cm Tiefe. Die Größe des IF könnte ich natürlich noch variieren. Wenn ich zB. 80cm länge an der Rückwand entlang nehme, hätte ich bei 20cm Tiefe 96l. Falls diese 10% Regel stimmt (habe ich auch schon mal gelesen) könnte ich auch 25cmTiefe nehmen, dann käme ich auf 120l IF.


    Aber:
    Dazu kommt ja noch der HMF an der gegenüberliegenden BEckenseite mit mind 60x60 bzw wenn nötig 80x60.


    Jetzt geht mal von den FIltervolumen 72l und 96l + den HMF aus, wäre das dann immer noch zu wenig und am Besten 120l IF nehmen ?


    Was denkt ihr ? Will zum einen halt nicht unnötig mehr Platz vom Becken-inneren nehmen als nötig, zum anderen habe ich aber halt auch etwas Bammel, daß 72l oder eben 96l trotz zusätzlichem HMF doch nicht ausreichen würden. :|


    Gruß Timo

  • Hallo,


    mein Nachbar filtert ein 285 x 80 x 70 Becken mit nur einer Filtermatte über eine kompl. Seite betrieben von drei Lufthebern. Auf der anderen Seite des Beckens habt er eine Strömungspumpe mit 6000 Liter. "Tote Ecken" habt er nur hinter einer grossen Wurzel.


    Achso besetzt ist das Becken mit Rochen, Cichlas, Festae und Welsen. Also schon ein heftiger Besatz. Das Wasser ist top. Hatte vorher einen Druckfilter ausm Teichbereich, der hat es nicht geschafft, das Wasser so kristallklar zu bekommen. Dort war eine Pumpe mit 4200 Liter installiert. So filtrtz er sein Becken mit 12 Watt für die Membranpumpe, wobei dort noch ein 250 Liter Becken dran hängt und nochmals 12 Watt für die Strömungspumpe.


    Sauerstoff ist genug im Becken, was vorher nur mittels Zugabe von Luft / Ausströmersteinen der Fall war, als noch der Druckfilter in Betrieb war.


    Ich selbst filter auf gleiche Weise ein 2m x 70cm x 60cm Becken und hatte noch nie Probleme. Die Membranpumpe hat noch jede Menge Leistungsreserven. Bei mir schwimmen ausgewachsene A. Rivulatus, Heros Rotkeil usw rum.


    Gruss


    Matthias

  • Hi Matthias,
    das klingt interessant.


    Im Grunde bin ich auch sehr angetan von HMFs. "Falls" eine 80x60 Matte + ein 72l Mehrkammer-IF reict wäre das durchaus ne Option für mich.


    Was mich jedoch bei meinem momentanen Becken 230x45x50 (520l) etwas stuzig macht ist, daß der gewünschte Filtereffekt doch etwas schwach ist.
    Ich habe an meinem Becken einen HMF 45x50 via 2500l/h Strömungspumpe, einen JBL CP 250 und einen Eheim 2017 (800l/h) hängen. Es ist mit rund 30 Malawis (teilw. kleinere Räuber um die 10-15cm) besetzt.
    Nitrit ist <0,01 normalerweise. Füttere ich und messe ne Std. danach, dann steigt mein Nitrit bis auf 0,1 an. Sicher der Wert an sich ist noch unbedenklich, jedoch denke ich, daß bei meiner Filterung aus 2 AF und einem HMF das Nitrit eigentlich gar nicht mehr so heftig (um das 10-fache) mehr steigen dürfte oder liege ich da falsch ?


    Auf Grund dieser Erfahrung habe ich halt beim neuen Becken etwas Bammel daß mir das auch passieren könnte wenn es zu schwach gefiltert ist.


    Gruß Timo

  • Hi Horst,
    Danke erstmal. :)


    Ja, diese Überläufe habe ich schonmal gesehen, sind auch ne schöne Alternative zu Bohrungen; nur wäre ich da ja wieder beim Filterbecken wo ich halt, je mehr ich drüber nachdenke, immer unsicherer werde wegen dem zusätzlichen Gewicht und dem Platz.


    Gruß Timo

  • Hi,
    du könntest aber auch den Mehrkammerinnenfilter auf zwei aufteilen,ist mit Sicherheit besser zum hantieren.
    Beide an der Rückwand,z.B bei dem rechten ,den Auslauf auf der schmalen Seite an der Rückwand entlang und einen auf der linken Seite,
    Auslaufbohrung auf der breiten Seite also noch vorne.Darauf eine Eheim Strömungskupplung ( Gelenk).
    Das ganze mit Juwel Rock Rückwandelementen verkleidet.
    So das du hinten links und rechts einen Filter sitzen hast.


    ich hab mal gelesen das bei Becken ab 2,50 Meter Länge ,die Bodenplatte eine Nr. stärker sein sollte.
    Hier ist der Link dazu : http://www.firstfish.de/cms/front_content.php?idcat=35


    Wo wird das Becken angefertigt ? Hier hast du einen günstigen Aquarienbauer : http://www.tromsa.de/



    Gruß
    Horst

  • Hi Horst,
    Tromsa, genau die bauen mir mein Becken. ;)
    Von der ganzen Beratung her bin ich bissher auch absolut voll zufrieden und die Preise sind auch wirklich super, wenn das Becken auch so gut wird bin ich mehr als nur zufrieden.


    Hast Du Dein(e) Becken auch von dort ?


    Meine Bodenscheibe wird dicker, das hat Hr.Rausch mir auch am Tel gesagt als wir die Tiefe auf 80cm umgeplant haben, 15mm wenn ich´s richtig verstanden habe.


    Zwei Innenfilter ginge natürlich auch, jedoch wäre mir Innenfilter auf einer Seite und HMF auf der anderen irgendwie am liebsten, müßte halt nur mal das benötigte Filtervolumen des IFs wissen wenn ich zusätzlich noch nen HMF mit betreibe.


    Gruß Timo

  • Hi,
    ich habe ein 300 Liter von Ihm,alles bestens ;)
    ich würde mir da keinen HMF rein machen,ich hab zwar sehr viele HMF am laufen,aber bei so einem Becken.
    ich habe im Wohnzimmer auch einen Eck-HMF,war aber ein Becken von der Stange (mehr oder weniger).
    Bei so einem Becken das du planst,das kauft man nicht alle Tage,das soll Perfekt sein und wenn es steht,ja dann stehts.
    Die Filter sind bei Tromsa absolut bezahlbar.
    An jeden einen Oberflächenanbzug und mit mehreren Ablaufsieben versehen,denke an 4 Stück pro Filter.
    Die können auch ordentlich verdeckt werden,mit Rückwandelementen.
    Lieber einmal ordentlich und Jahrelang drann erfreut,als hätte ich doch.......



    Mit dem Thomas kann auch über die Preise verhandelt werden,der ist sehhhr kulant ^^



    Gruß
    Horst